QNG Anforderungswert Nichtwohngebäude - Voraussetzungen und allgemeine Hinweise
QNG‑Anforderungswerte für Nichtwohngebäude werden projektspezifisch ermittelt und unterscheiden sich damit von den festen Benchmarks für Wohngebäude. Die methodischen Grundlagen sind in den QNG‑Bilanzierungsregeln (siehe QNG Siegeldokumente u. a. Anhang 3.2.1.2) beschrieben.
Voraussetzungen für die Berechnung des QNG‑Anforderungswerts
Damit CAALA eine QNG‑konforme Ökobilanz und den projektspezifischen Anforderungswert korrekt berechnen kann, müssen über die Angaben im neuen QNG-Abschnitt mit spezifischen Eingaben (siehe Input Tab Rahmenwerke) folgende Bedingungen erfüllt sein.
- Angabe des TGA-Sockelbetrag (siehe Input Tab Technische Anlagen)
- Angabe des Nutzerstroms nach Anforderungen des QNG auf Basis der Kennwerte für die jeweiligen Zonen (siehe Input Tab Technische Anlagen)
- Überprüfung uns ggf. Korrektur der NRF(R) als Bezugsfläche für die Ergebnisse
- Überprüfung uns ggf. Korrektur NGF als Bezugsfläche für die manuelle Energieeingabe des Nutzerstroms und der Endenergiebedarfe für Wärme und Strom für das Gebäude selber (nur bei Energiebedarf durch manuelle Eingabe, siehe Input Tab Objektdaten) und für das Referenzgebäude nach QNG-Anforderungen (siehe Input Tab Rahmenwerke)
- Verwendung QNG-konformer Datensätze für die LCA durch Auswahl von Materialien aus der QNG-Rechenwerttabelle oder äquivalenter ÖKOBAUDAT-Datensätze (siehe Input Tab Baukonstruktion)
- Angabe Zentrale Dienste Anzahl Schwachstromanlagen (Stück) und videoüberwachte Flächen (m2)
- Angabe Förderanlagen (Aufzüge bzw. Fahrtreppen inkl. Anzahl Stockwerke/ Förderhöhen)
Besonderheit im Ergebnis: Zusammenhang zwischen TGA‑Sockelbetrag und Anforderungswert
Die QNG‑Regeln unterscheiden für Nichtwohngebäude TGA‑Sockelbeträge je nach angestrebtem Anforderungsniveau (PLUS oder PREMIUM). Das Ergebnis des Gebäudes ist immer an das in CAALA gewählte Sockelbetrag‑Niveau gebunden. Damit Sie dennoch die Anforderungswerte beider Niveaus vergleichen können, passt CAALA den jeweils abweichenden Wert an.
Beispiel für die Anpassung
Gewählter Sockelbetrag: PLUS → PREMIUM‑Anforderungswert wird automatisch wie folgt korrigiert:
Anforderungswert PREMIUM (angepasst) = Original‑PREMIUM‑Anforderungswert − (Sockelbetrag PLUS − Sockelbetrag PREMIUM)
Dieser Mechanismus stellt sicher, dass beide Anforderungswerte mit dem Ergebnis des Gebäudes vergleichbar sind.